Unbekanntes Deutschland EU Biodiversa FUNACTION

EU Biodiversa FUNACTION

Hauptziele

FUNACTION wird zum ersten Mal Wissen über die taxonomische, phylogenetische und funktionelle Vielfalt aquatischer Pilze aufbauen, um Strategien für deren Erhaltung zu entwickeln. FUNACTION verfolgt insbesondere die folgenden Ziele:
– Grundlage: Schaffung der Wissensbasis, die für Maßnahmen zur Erhaltung aquatischer Pilze erforderlich ist.
– Erhaltung: Umsetzung dieses Wissens in Planungs- und Überwachungsinstrumente für aquatische Pilze.
– Kommunikation: Stärkung des Bewusstseins für Wasserpilze und ihre Rolle in unseren Süßwasser- und Ästuar-Ökosystemen, Förderung der Einbeziehung und Beteiligung an Erhaltungsmaßnahmen und Zusammenarbeit mit Interessengruppen, um eine nützliche wissenschaftliche Grundlage für die wirksame Umsetzung von Erhaltungsmaßnahmen zu schaffen.

Hauptaktivitäten

– Durch die Kombination von DNA-basierten Ansätzen mit Umweltdaten (z. B. Wasserchemie und Klimainformationen) in ganz Europa wird FUNACTION zusammen mit dem Projekt FunAqua (Estland) Muster und Triebkräfte der aquatischen Pilzvielfalt identifizieren, die für einen datengestützten Schutz erforderlich sind.
– FUNACTION wird die Biodiversitätsmuster aquatischer Pilze über räumlich-zeitliche Skalen innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten untersuchen. Durch die Kombination dieser Daten mit Informationen über Schutzstrategien, Landnutzung und lokale Umweltfaktoren soll die Wirksamkeit von Schutzgebieten für den Schutz der Vielfalt, der Funktionen und der Leistungen von Wasserpilzen bewertet werden.
– FUNACTION wird die Ergebnisse in Leitlinien für die Planung und Überwachung von Schutzgebieten umsetzen. Hotspots der Artenvielfalt von Wasserpilzen werden identifiziert, um vorrangige Schutzgebiete zu bestimmen und eine erste regionale rote Liste von Wasserpilzarten und Daten zu erstellen, die für die Entwicklung von Schlüsselgebieten der Biodiversität erforderlich sind.
– Gezielte Fallstudien werden die Einflussfaktoren auf die Funktion von Ökosystemen bewerten, die auf Wasserpilze zurückzuführen sind (z. B. der Kreislauf organischer Stoffe), und Ansätze zur Einbeziehung von Wasserpilzen in Überwachungsprogramme entwickeln.

Im Projekt beteiligte Wissenschaftler*innen (nach Instituten)

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