Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Naturkundemuseum Karlsruhe

Erbprinzenstr. 13
76133 Karlsruhe

Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe gehört zu den zehn größten naturkundlichen Forschungssammlungen und Schaumuseen in Deutschland.

Es beherbergt mehr als 10 Millionen naturkundliche Objekte (biologische und geologische Sammlungen), die für die Forschung von WissenschaftlerInnen am Museum bzw. von externen WissenschaftlerInnen, die Belege ausleihen, genutzt werden sowie für Ausstellungen, die von bis zu 250.000 Besuchern im Jahr gesehen werden.

Es ist aus dem Naturalienkabinett der Markgräfin Karoline Luise von Baden hervorgegangen und bereits seit 1785 für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit gehört es zu den ältesten Naturkundemuseen weltweit. Von der Gründung bis heute stehen Naturobjekte aller Art als Teil des globalen Naturerbes der Menschheit im Mittelpunkt der Arbeit seiner Mitarbeitenden.

Unsere Dauerausstellungen umfassen eine Größe von über 5.000 m2 Fläche. Wir zeigen einheimische und exotische Tiere aus verschiedenen Regionen der Erde in naturgetreu nachgebildeten Lebensräumen. Lebende Tiere sind dabei als Ergänzung in die Ausstellungen integriert.

Der gesellschaftliche Auftrag des Museums war und ist sehr vielfältig. Seine Aufgaben bedingen und ergänzen sich gegenseitig: die über Generationen zusammengetragenen Sammlungen treuhänderisch zu bewahren, zu ergänzen und zu beforschen, die Natur zu erforschen sowie einer breiten Öffentlichkeit naturkundliches Wissen in Ausstellungen und durch andere Bildungsangebote fundiert und unterhaltsam zu vermitteln. Diese Zusammenhänge sind auch international anerkannt und in den Statuten des Internationalen Museumsbundes (ICOM) verankert.

Heute ist das Naturkundemuseum Karlsruhe als öffentliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zugeordnet. Es ist Mitglied im Deutschen Museumsbund DMB) und Gründungsmitglied des Zusammenschlusses der Deutschen Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen (DNFS).

Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe Projekte

Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe Forschende

Dr. Florian Raub

Dr. Florian Raub

Florian Raub studierte Diplom-Biologie in Karlsruhe und promovierte im Jahr 2016 zum Thema „Diversity and ecology of spider assemblages in secondary forests of the southern Mata Atlântica, Brazil – Implications for environmental conservation”. Nach der Arbeit in mehreren Projekten am arbeitet er seit 2020 als Datenkurator am SMNK und betreut die Erfassung und Verarbeitung wissenschaftlicher Daten im wissenschaftlichen Datenbanksystem Diversity Workbench sowie die Veröffentlichung der Daten in verschiedenen eigenen und externen Internetportalen.

Dr. Hubert Höfer

Dr. Hubert Höfer

Hubert Höfer hat an der Universität Ulm Biologie studiert und 1990 über die Spinnengemeinschaft in einem Schwarzwasser-Überschwemmungswald in Zentralamazonien promoviert. Er hat zur Taxonomie und Ökologie der Spinnen in südamerikanischen Regenwäldern und der Bedeutung der Bodentiere in neotropischen Agroforstsystemen und Sekundärwäldern geforscht. Seit 2001 ist er Kurator für Spinnentiere (und andere Wirbellose) und Leiter der Biowissenschaften am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK). Aktueller Schwerpunkt seiner Arbeit am Museum ist die Faunistik und Ökologie einheimischer Spinnen, u. a. in Blockhalden im Nationalpark Schwarzwald, sowie die Mobilisierung von Sammlungs- und Studiendaten für ökologische Auswertungen.

Dr. Judith Bieberich

Dr. Judith Bieberich

Judith Bieberich ist Botanikerin und Koordinatorin der „Karlsruher Taxonomie-Initiative“. Sie hat 2021 an der Universität Bayreuth am Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) in der Invasionsbiologie promoviert. Wissenschaftlich interessiert sie sich für Vegetationsveränderungen im Globalen Wandel und für Interaktionen von Arten untereinander und mit der Umwelt. Seit 2022 koordiniert sie am SMNK das Projekt „Artenkenntnis für alle. Die Karlsruher Taxonomie-Initiative“, das durch die Stiftung Naturschutzfonds aus zweckgebundenen Erträgen der Glückspirale gefördert wird. So ist sie verantwortlich für die Vermittlung von Artenkenntnis und taxonomischem Wissen am SMNK und für die Kooperation mit anderen regionalen Akteuren in diesem Bereich.

Dr. Markus Scholler

Dr. Markus Scholler

Markus Scholler ist ein Biologe mit Schwerpunkt Ökologie und Taxonomie der Pilze. Neben pflanzenpa-rasitischen Rostpilzen interessiert er sich auch für symbiontische Pilze, z. B. Trüffeln. Er begann 2003 als Mykologe und Kurator für die Pilz- und Algensammlungen am Naturkundemuseum Karlsruhe. Neben der Forschung ist er auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit aktiv (z. B. Pilzberatung für die Giftnotzentra-le, Pilzausstellungen, Leitung einer Pilzarbeitsgruppe). Er studierte Biologie an der Freien Universität Berlin, promovierte an der Universität Greifswald, danach war er Hochschulassistent und wechselte schließlich für mehrere Jahre in die USA um als Kurator an der Purdue Universtity zu arbeiten.

Dr. Reza Zahiri

Dr. Reza Zahiri

Der iranisch-kanadische Evolutionsbiologe Reza Zahiri ist ein Spezialist für Lepidoptera. Nach Abschluss seines Bachelor- und Masterstudiums im Iran war er von 2004 bis 2008 Kurator der Lepidoptera-Sammlung am HMIM (Teheran, Iran). Im Jahr 2008 zog er nach Turku (Finnland), um unter der Leitung von Prof. Niklas Wahlberg zu promovieren, und verteidigte seine Doktorarbeit im Juni 2012 erfolgreich. Er konzentrierte sich auf übergeordnete Phylogenien mit mehreren Genen und überarbeitete grund-legend das allgemeine Verständnis der Beziehungen innerhalb der Überfamilie Noctuoidea. Nach sei-ner Promotion ging Zahiri für ein dreijähriges Postdoc-Stipendium nach Kanada an die University of Guelph (Centre for Biodiversity Genomics) in das Labor von Prof. Paul Hebert, wo er eine DNA-Barcode-Bibliothek für 3 700 nordamerikanische Noctuoid-Arten zusammenstellte. Bald darauf, im Jahr 2015, begann er ein weiteres Postdoc-Stipendium bei der kanadischen Regierung in Ottawa, um mole-kulare Schlüssel zur Erkennung invasiver Arten zu entwickeln, die in das Land eindringen. Im Jahr 2016 wurde Zahiri eine Stelle als Lepidopterologe im Entomology Diagnostic Laboratory der Canadian Food Inspection Agency (CFIA) in Ottawa angeboten. Im Jahr 2020 verbrachte er ein Sabbatical als Lepidop-tera-Kurator am Zoologischen Museum der Universität Hamburg. Schließlich trat er im Jahr 2023 eine neue Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK) an. Die neue Stelle umfasst Insekten-Biomonitoring, Metabarcoding, Biodiversitätsrobotik und die Langzeitlagerung von Proben für zukünftige Studien.

Prof. Dr. Martin Husemann

Prof. Dr. Martin Husemann

Martin Husemann ist Evolutionsbiologe und Taxonom und beschäftigt sich vor allem mit Heuschrecken, aber auch anderen Tiergruppen. Er hat in Osnabrück Biologie der Organismen studiert und seinen Doktor an der Baylor University in Texas erworben. Er war sieben Jahre lang Kurator für Insekten im Hamburger Naturkunde Museum bevor er 2023 Direktor des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe wurde. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten ist er auch stark an der Vermittlung von Naturwissen interessiert.

Prof. Dr. Rainer Bussmann

Prof. Dr. Rainer Bussmann

Rainer W. Bussmann ist ein deutscher Botaniker und Vegetationsökologe mit den Schwerpunkten Ethnobotanik und Ethnobiologie, essbare Wildpflanzen, wilde Nutzpflanzenverwandte, Klimawandel, gastronomische Botanik und Bewahrung traditionellen Wissens. Er hat an der Universität Bayreuth, der University of Hawaii, der University of Texas, und am Missouri Botanical Garden gearbeitet. Jetzt hält er eine Professur in Ethnobotanik an der Ilia Universität in Tiflis, Georgien, und ist Leiter des Referats Botanik am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe. Er hat mehrere internationale Nicht-Regierungsorganisationen gegründet, darunter Nature and Culture International, Saving Knowledge und Ethnomont.

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